Foto Christoph Münch

Prager Straße

Die Prager Straße, gelegen in der Dresdner Seevorstadt, wurde zwischen 1851 und 1853 als direkte Verbindung zwischen der Inneren Altstadt und dem im Jahr 1852 fertig gestellten Böhmischen Bahnhof, dem heutigen Hauptbahnhof, gebaut. Schon ab etwa 1880 galt sie als belebteste und vornehmste Geschäftsstraße Dresdens. Neben Luxushotels und Läden der gehobenen Klasse gab es Bankhäuser und zahlreiche Vergnügungsstätten. Die Bombenangriffe im Februar 1945 verwüsteten den gesamten Bereich, zurück blieb nach der Enttrümmerung eine nahezu leere Fläche. In den 1970er Jahren wurde die Prager Straße als Vorzeigequartier und Fußgängerboulevard wieder aufgebaut. Heute mischt sich diese ehemalige Ostmoderne mit preisgekrönter zeitgenössischer Architektur und bildet ein stadtbildnerisches Gesamtkunstwerk aus Geschäften, Wohnhäusern, Gaststätten, Hotels, Kinos, Wasserspielen, Skulpturen und Grünanlagen. So prägen zahlreiche markante Bauten das Antlitz der Prager Straße. Zum Beispiel das mit 250 Metern zweitlängste Wohnhaus Deutschlands, das denkmalgeschützte Rundkino, der futuristisch anmutende Ufa-Filmpalast, ein Teil des Pusteblumenspringbrunnens als Objekt mit Kultstatus, die drei Ibis-Hotels, angeordnet im Kammstil, das Karstadthaus und die Centrum Galerie, in die die legendären Aluwaben intergiert sind. Besondere politische Bedeutung erlangte die Prager Straße am 8. Oktober 1989, als während der Demonstrationen gegen die SED-Herrschaft die Gruppe der 20 gegründet wurde. Heute erinnern daran eine Gedenkplatte und ein in den Boden eingelassener Schriftzug. In Zukunft wird die Pager Straße als Treffpunkt für Dresdner und ihre Gäste mit attraktiven Verweil-, Einkaufs- und Erlebnisangeboten weiter etabliert. (rs)

  

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