Das Leben gehört ins Zentrum

Offener Brief des Einzelhandels an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages.

Sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,

mit der Abstimmung zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes treffen Sie eine wichtige
Entscheidung mit weitreichenden Folgen – auch für den Einzelhandel in Deutschland.

Auch wir wollen die Pandemie stoppen. Die dafür notwendigen Entscheidungen müssen aber
angemessen und fair sein.

Wir verstehen nicht, weshalb

  • das Einkaufen in einigen Geschäften sicher und in anderen unsicher sein soll.

Laut RKI ist das Infektionsrisiko im Handel überall niedrig – in der Drogerie wie im Spielzeuggeschäft.

  • wir unsere Läden auch nicht für Geimpfte und Getestete öffnen dürfen.
  • der Lockdown im Einzelhandel in Deutschland bereits länger dauert als in allen anderen europäischen Staaten.
  • trotz mehrfacher Coronaausbrüche die Logistikzentren globaler Onlinehändler geöffnet bleiben, der Einzelhandel aber nicht.
  • Grundrechte eingeschränkt werden, eine wirksame Kontaktnachverfolgung aber am Datenschutz scheitert.
  • es großzügige Entschädigungen für Messen und Flughäfen gibt – aber viele Einzelhändler, Hotels und Gastronomen ihrer Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit beraubt werden.

Wir bitten Sie inständig:

• Sorgen Sie für wirkungsvolle, faire und nachvollziehbare Regelungen.
• Ermöglichen Sie uns, unsere Läden für Geimpfte und Getestete zu öffnen.
• Fordern Sie die Bundesregierung auf, für Einzelhandel, Hotels und Gastronomie Hilfen nach dem
   Vorbild der Messewirtschaft bei der Europäischen Union zu notifizieren.

Während dem Einzelhandel Mittel für Zukunftsinvestitionen verloren gehen, bauen die Onlineriesen ihre
Marktanteile aus. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen um die Zukunft ihrer Jobs bangen.
Unseren Innenstädten drohen Leerstand und dauerhafte Verödung.

Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Entscheidung!

 

Unterstützen auch Sie den Einzelhandel in der Innenstadt!

lebenimcentrum.com

 

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